Die Stadt Sindelfingen ist in der Region Stuttgart vor allem für zwei Dinge bekannt: Das Einkaufszentrum Breuningerland und das Möbelhaus von IKEA. Im Rest von Deutschland denkt man wahrscheinlich als Erstes an Daimler, denn hier befindet sich das größte Werk des schwäbischen Autobauers.

Erstmals öffentlich zugänglich: Der höchste Punkt der Stadt

Neben der historischen Altstadt mit mittelalterlichen Fachwerkhäusern und der rund 1000 Jahre alten Martinskirche ist Sindelfingen seit diesem Frühling um eine Sehenswürdigkeit reicher: Der Aussichtspunkt Dachskopf.

Auf dem Gelände der ehemaligen Kreismülldeponie Dachsklinge entstand ein Aussichtspunkt, der bei guter Sicht bis in den Schwarzwald und auf die Schwäbische Alb blicken lässt.

Zwischen den Jahren 1959 und 1997 wurden an dieser Stelle rund 5 Millionen Tonnen Haus- und Geschäftsmüll abgeladen. Die abgelagerten Abfälle wurden in den letzten Jahren fachgerecht abgedichtet und die Nachsorgearbeiten werden noch weitere Jahrzehnte fortgesetzt werden müssen. Über all das erfährt der Besucher alles Wichtige auf den 13 Informationstafeln, die den Weg zum 553 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Gipfen säumen. Die Informationstafel liefern nicht nur interessante historische und technische Informationen zur Deponie, sondern beleuchten auch die Aspekte der Natur und wie diese in den Nachsorgeprozess mit eingebunden wurden. Die Informationstafeln sind teilweise auch interaktiv. Ein QR-Code lässt sich bspw. Scannen um ein Vogelstimmenquiz auf dem Handy aufzurufen. So entsteht auch bei Kindern keine Langeweile, auf dem überschaubaren Weg.

Mit am Entstehungsprozess des Dachskopfes beteiligt waren die Ortsgruppen des Schwarzwaldvereins, der ADFC und der NABU Sindelfingen.

Sehenswert ist nicht nur die Aussicht. Auch die Bänke, die man an mehreren Stellen passiert, sind originell und optisch ansprechend.

Anfahrt:

Google Maps führt euch nämlich zu einem Asphaltwerk, das zwar direkt nebem dem Dachskopf liegt, allerdings gibt es von diesem Punkt keinen Fußweg zum Aussichtspunkt!

Der 1,5 Kilometer lange Fußweg zum Gipfel startet beim Restaurant Haus Sommerhof in der Eschenriedstraße in Sindelfingen. Dort gibt es ausreichend kostenlose und legale Parkplätze.

Der Dachskopf lässt sich auch mit dem Radelrund kombinieren.

Fazit:

Der Dachskopf ist sicherlich nicht der Aussichtspunkt in der Region mit der spektakulärsten Aussicht, aber dennoch sehenswert. Der Besuch ist kostenlos und der Ort nicht überlaufen. Die Aussicht kann sich durchaus sehen lassen und ist insbesondere dann interessant, wenn man die nähere Umgebung kennt. Für Auswärtige lässt sich der Besuch problemlos mit einem Shoppingtrip bei den in der Einleitung genannten Geschäfte kombinieren.